Miniblogst 2017

Ich sitze auf der miniblogst und stelle fest, dass ich hier nicht hingehöre! Zwar ist das Hauptthema meines Blogs tatsächlich mein Leben, aber trotzdem bin ich kein Selbstdarsteller! Mir liegt es nicht, mich mit Anderen über meinem Blog auszutauschen! Wie mache ich was! Ich schreibe also bin ich! Aber reden?

Ich könnte mich jetzt hinstellen und von meinem sehr abwechslungsreichen Leben erzählen! Als Frau, Bloggerin, Komparse, Vollzeitangestellte, von den namhaften Unternehmen sprechen, für die ich gearbeitet habe, von den vielfältigen Inhalten meiner Jobs, von meinen Bildbänden und deren Vermarktung! Interviews im Fernsehen, Jobangebote als Contentmanager etc!

Aber das will und das kann ich nicht! Das, was für viele hier ein Thema ist, ist mir schlichtweg egal! Mir ist es nicht wichtig, ob ich viele Follower habe, es ist kein Thema, wo ich eingeladen war, wie oft ich im Fernsehen war oder wen ich kenne! Ich habe Schwierigkeiten damit, gerade von diesen tollen Dingen zu erzählen

Bloggen ist doch nicht nur Geld verdienen, hohe Followerzahlen zu haben (wobei viele Blogger zugeben dass sie Follower kaufen) und berühmt zu werden.

Bloggen ist doch auch Verantwortung zu übernehmen! Vorbildfunktion zu sein und die Welt verändern zu wollen.

Ich versuche meinen Lesern nicht nur Produkte vorzustellen oder von meinen Reisen zu berichten, sondern sie sich auf Missstände aufmerksam zu machen und ihr Denken zu ändern! Ihr umweltbewusst sein zu stärken! Über die vieldiskutierte Zeitarbeit aufzuklären! Deutlich zu machen, wie es manchen Menschen im Job ergeht und das nicht alles Gold ist was glänzt.

Bloggen hat als Tagebuch angefangen, Lifestyle! Das tägliche Leben. Instagram war genauso gedacht aber auf der miniblogst ging es nur um Kohle scheffeln und Vermarktung. Als Marketingspezialist war ich hier definitiv falsch. „Vor 6 Jahren konnte ich noch nicht fotografieren, heute fotografiere ich Hochzeiten“ klar, das Mädel wollte nur mitteilen, dass man alles erreichen kann, was man will, aber die Teilnehmerinnen sahen alle aus wie sehr vernünftige und gscheite Leut‘ , die wissen alle, das man mit seinen Aufgaben wächst, wir haben alle einmal bei Null angefangen, egal, um was es geht, wir mussten alles lernen. Aus der Hochzeitsfotografie bin ich schon raus, das hab ich früher gemacht, als noch nicht digital fotografiert wurde. Altmodisch analog.

Auch das ist bloggen und das hat mit auf der miniblogst gänzlich gefehlt! Hier ging es rein um Selbstdarstellung und Geld verdienen – wie werde ich groß, wie soll mein Instagramaccount aussehen, etc. Wer möchte mit seinem Blog Geld verdienen war eine Frage! Zwar haben sich viele gemeldet, aber ich denke, viele möchte nicht für ihren Content bezahlt werden, sondern Ihr Produkt, Ihre Können, auf dem blog vermarkten. Die Nähmäuse möchten eventuell Aufträge bekommen, die Köche vielleicht auf Kochevents eingeladen werden oder ihr Buch vermarkten und der ein oder andere sein Unternehmen, ihren Einzelhandel, durch das Bloggen bekannt machen.

Von den Themen fand ich die Inhalte ziemlich interessant, allerdings sah das in der Praxis dann doch anders aus. Viele Themen hätten tiefer in die Materie gehen müssen, denn das, was uns gesagt wurde, sollten Blogger, die dies seit Jahren betreiben, bereits wissen, denn sonst macht man einfach etwas verkehrt. Für mich war das ein Anfängerkurs

Wirklich interessant war für mich nur der Part „Recht“ die anderen Themen waren durch die jahrelange Erfahrung bereits  abgedeckt! Allerdings waren meine Fragen zu kompliziert. Ich wollte wissen, wie das Urheberrecht aussieht, wenn man ein Foto postet und jemand mein Foto exakt nachstellt bzw nachfotografiert und dann online stellt. Eine richtige Antwort bekam ich nicht. Oder wenn ich ein YouTube Video auf meiner Seite versinke, welches Werbung beinhaltet, ich aber nur zeigen möchte, dass ich mitmache.  Eine richtige Antwort bekam ich nicht, denn so einen Fall gab es wohl noch nicht.

 

Vielleicht lebe ich auch in einer andere Welt, in der Realität. Die Juristin erklärte, dass man Produkte , die einem von Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, um darüber zu schreiben, immer mit *Werbung* oder *Anzeige* deklarieren muss und plötzlich wurde darüber diskutiert, warum man nicht *ad* oder *sponsored* schreiben darf. Was für eine unsinnige Diskussion, wir sind in Deutschland, hier wird Deutsch gesprochen und daher muss  man sich auch an die deutsche Rechtsprechung halten, ich diskutier doch auch nicht vor Gericht mit dem Staatsanwalt, warum ich was falsch gemacht habe, wir sind doch keine kleinen Kinder mehr die mit dem Füsschen aufstampfen und ich will, ich will, ich will, schreien. Ausserdem, liebe Juristin, nicht jeder in Deutschland spricht englisch, auch nicht jeder unter 30J. Ich kenne viele U30, die zwar das Internet für klassische Dinge nutzen, aber deren Leben findet tatsächlich noch draussen in der realen Welt statt und englisch können die auch nicht alle. – hier gehen wieder viel zu viele Menschen nur von sich und ihrem Bekanntenkreis aus. Das einfachere Publikum des Lebens wird völlig ausser acht gelassen

 

Im Teil über Insta und Hashtags war ich völlig fehl am Platz, für mich ist Instagram kein durchgestylter Blog, sondern mein Leben, und das ist eben nicht clean, sondern sehr abwechslungsreich. Naja und das Hashtags nicht wichtig sind, weiß ich aus eigener Erfahrung, mein am meisten gelikter Post hat überhaupt gar keinen Hashtag, meiner Meinung kommt es auf die richtige Zeit an, zu der man postet, denn selbst bei gleichen Hashtags komme ich zu den zu unterschiedlichsten likes

Aber in Gruppen zusammenstehen, networken und mich selbst zu celebrieren, passt nicht zu meiner Persönlichkeit – das fällt mir schwer und entspricht nicht meiner Natur.

Natürlich sehen das viele ganz anders, aber ich selbst war nicht wirklich glücklich – aber das liegt eben daran, dass ich das, worüber ich Blogge, das was mir im Leben passiert, einfach als normal einstufe. Egal, ob ich nun meine Wände neu anmale oder meine Wohnung zum 100 Mal im Leben umstelle und umbaue.

Ich bin für solche Events einfach zu pragmatisch

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