Zeitarbeit – mal wieder

Es ist ein graus. Offiziell weiß ich, dass meine Befristung im Einsatz nicht verlängert wird, aber die Zeitarbeit hält mich hin.
Vorab, ich habe einen befristeten Vertrag, der sich auf den Einsatz im jetzigen Unternehmen bezieht. Da dieser nicht verlängert wird, verlängert sich mein Arbeitsvertrag nur, wenn es einen Nachfolgeeinsatz gibt.

Da ich mich aber nicht darauf verlassen kann, bewerbe ich mich natürlich weiter und möchte meinen Resturlaub Ende Februar nehmen, um auch einmal wegfahren, d.h. auch einmal wirklich Erholungsurlaub nehmen zu können. Dafür muss man ja bekanntermaßen auch buchen können, da geht’s auch um gute Preisersparnisse und z.B um Vorbereitungen. Urlaub brauch ich dringend, denn ich arbeite seit Juli durch, die Zeit nach meiner Operation war ja Krankheit und definitiv keine Erholung.

Gestern habe ich nun meine Zeitarbeit angeschrieben, da ich halt Verlängerung und weitere Einsätze als auch den Urlaub besprechen wollte.

Es kam leider keine definitive Aussage, man würde noch mit dem Einsatzunternehmen in Verhandlung stehen. AHA! Ich weiß definitiv, dass der Einsatz beendet ist. Selbst wenn nicht, ist es ebenfalls meine Entscheidung, ob ich hier verlängern möchte, das werde ich aber gar nicht gefragt. Ich dachte zwar, dass die Leibeigenschaft im 19. Jahrhundert bereits aufgegeben wurde, aber wenn ich mir überlege, was hier gerade alles geschieht, durchlebe ich sie immer wieder aufs Neue.

Man muss sich einmal überlegen, wieviel Geld ich dem Unternehmen erarbeite. Ich gehe davon aus, und das weiß ich aus vielen Verträgen und Angeboten, die ich gesehen habe, dass man für mich das 4-5 fache an Stundensatz bekommt, was ich selbst verdiene. Dafür bekomme ich als Leistung mein Gehalt, das war es. Ich habe in den letzten 7 Monaten von der Zeitarbeit nur 2 x gehört. Einmal, als um die Vertragsverlängerung ging und dann, als mein Niederlassungsleiter im Hause war und die Gelegenheit nutzte, mich kennenlernen zu wollen.

Obwohl natürlich jeder behauptet, man würde sich gut kümmern, ist dem nicht der Fall. Bringen wir die Fakten auf den Tisch, ich habe ein Diplom, habe zwei Bildbände herausgegeben, kann mehr wie nur Kaffee kochen und werde behandelt, auch in der Tonlage, wie wenn ich ein kleines graues altes Mäuschen wäre, die froh sein kann, überhaupt noch einen Job zu bekommen. Am Schlimmsten find ich ja, dass ich mich auf ganz andere Positionen bewerbe, wie man mir bei der Zeitarbeit anbietet.

Ich könnte mich hier wirklich noch mehr auslassen, wie man mit Menschen umgeht und was man ihnen für einen Blödsinn auftischt, sobald man ein bestimmtes Alter hat und sogar denkt, dass man einfach begriffsstutzig und dumm ist.
Mal ehrlich, wenn ich von zwei Führungskräften im Hause weiß, dass mein Einsatz nicht verlängert wird, dann brauch ich mir von meiner Disponentin, die es noch nicht einmal geschafft hat, meine Krankmeldung an das Einsatzunternehmen zu senden, sagen lassen, dass man noch in Verhandlung steht

Drückt mir die Daumen, dass ich ab 01.03. einen Festvertrag in der freien Wirtschaft gefunden habe, direkt in einem Unternehmen, denn lange halte ich das gesundheitlich nicht mehr aus, ständig zu wechseln und seine freie Zeit fast ausschliesslich für Bewerbungen zu nutzen

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4 Gedanken zu “Zeitarbeit – mal wieder

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