wie ich vom Produkttester zum Umweltaktivsten wurde

Angefangen hat mein Bloggerleben als Produkttester, ich habe viele schöne Produkte zugeschickte bekommen, die ich bewerten durfte und ich habe mich immer auf die schönen Pakete und deren Inhalt gefreut.

Aber mit der Zeit wurden es zwar mehr Pakete, aber auch mehr Müll. Kartons, die nur einmal benutzt wurden. Plastik und Styropor zum Auspolstern und dann die vielen kleinen Pröbchen, die man weitergeben durfte. Müll, Müll, nichts als Müll.

Die Kartons habe ich am Anfang noch aufgehoben, aber es wurden zuviele. Ich hätte dem halben Dorf zu Weihnachten Kartons umsonst geben können, mir taten die ganzen Bäume leid, die wegen mir und meinem Hobby, dem Produkte testen, sterben mussten. Nur, damit ein Produkt sicher von A nach B kommt.

Ich liebe Bäume! Jeder Einzelne an sich hat seine eigene Geschichte, jeder ist ein Unikat und wie sie in den Himmel wachsen, im Frühling schön grün sind und unsere Landschaft zum Leben erwecken ❤ herrlich

Nein, wegen mir sollen nur soviele Bäume sterben, wie es unbedingt sein muss. Ich bin sowieso für Heu als Verpackungsmaterial. Wächst wie Gras 🙂

Dieser ganze Müllhaufen hat mich nun also zum Umdenken bewegt. Diese Einmalpackungen, die meine und die Mülltonne meiner Freunde belagerten und dann das viele unnütze Plastik, welches zu nix nutze ist und nun Hunderte von Jahren sich in der Welt aufhalten wird. Nein, das was mir am Anfang soviel Spass machte, fing an, mich immer mehr  zu ärgern.

Ich fing an, umzudenken. Überlegter an Test zu gehen, damit ich schon mal auf die Einmalpröbchen verzichten konnte – aber der Müllberg blieb.

Mittlerweile bewerbe ich mich nur noch selten auf Produkttests, nur noch auf Produkte, die ich wirklich für mich als sinnvoll empfinde und das allgemeine Onlineshopping habe ich auch reduziert. Klar, das ein oder andere Schnäppchen muss ich schon Online holen, da ich nun einmal auf das Geld achten muss, aber im Großen und Ganzen sind die Bestellungen um 90% zurückgegangen.

Ich fahr lieber in die Stadt und kaufe dort bewusster ein. Natürlich bin ich mir bewusst, dass auch dort die Kleidung einzeln eingepackt war, bevor sie auf dem Ständer landet, aber ich spare prinzipiell die Umverpackung. Alles andere wie Lebensmittel usw wird sowieso gut durchdacht gekauft

Auf facebook gehen nun meinerseits posts online, auf denen ich auf das Müllproblem aufmerksam mache und meine Instageschichten handeln (fast) nur noch von nowaste und nosugar

In den letzten 3 Jahren hat sich mein Leben insofern extrem geändert, aus einem Produkttester wurde eine umweltbewusste Aktivistin, die auf versteckten Zucker verzichtet und versucht, auf soviel Plastik und Müll zu verzichten, wie es nur geht

was soll ich sagen? ich vermisse zwar die Tests, aber ich fühle mich mit meinem neuen Leben und meiner neuen Lebenseinstellung wohl und nur das zählt.

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