Neues aus der Ahnenforschung

„Weißt du, ob das Gerücht stimmt, dass wir Ungarn in den Vorfahren haben?

„Stimmt es, dass wir von den Hugenotten abstammen“

Warum ich das immer gefragt werde? Keinen Ahnung. Aus der ganzen Familie kommen diese Fragen

Ich, die die Jüngste im Bunde ist, werde auch kontaktiert, wenn die nicht ehelichte Tochter eines Verwandten in München ihre Familie in Österreich sucht. Die Österreicher sagen dann ganz kurz: „Frag die Sigrun, die kennt sich aus“

Vorab, ja wir stammen aus einer Linie tatsächlich aus Frankreich, ob es Hugenotten sind, weiß ich nicht, könnte aber aufgrund der Zeitangabe möglich sein. jedenfalls kam mein Ahn Daniel Mollath / Molet / Molest (1659 – 1736) aus Frankreich nach Münster, heute zu Kelkheim gehörend. Er ist mein 7X Ur-Großvater.

Und Nein, die Ungarn habe ich noch nicht finden können, aber der vermutete Zweig ist der Nächste, den ich in den Kirchenbüchern erforschen will. Wer hier etwas von einer Familie Schröder weiß, die nach Breckenheim zog und dann weiter nach Wallau ging, darf sich gerne melden, ich freue mich  natürlich sehr über eine Nachricht.

Nur, welche Linie ist zu erforschen?

Geht man nach den Nachnamen der Eltern und erforscht nur diese Namen, so gehen ja die Linien der Großmütter verloren. Was wird dann aus den Urgroßeltern?

Man darf nicht ausser acht lassen, dass sich die Anzahl der Ahnen je Generationen verdoppeln. In der 12. Generation ist man dann schon bei 1028 Ahnen in nur einer Generation . So viele Menschen müssen zusammen kommen, damit ein Mensch knapp 400 Jahre später auf die Welt kommt. Ziemlich kompliziert. Kein Wunder, dass jeder mit jedem verwandt ist.

Ich habe nun zwei Ahnenreihen abschliessen können. Nein, abgeschlossen ist das falsche Wort, aber momentan reicht es mir, bis ca 1550 und 1659 zurückzugehen, denn bis dahin kommen wieder soviele Ahnen dazu, dass im Kopf soviele Namen herumschwirren, dass man irgendwann einmal ein Ende setzen muss. Immerhin sind im 30-jährigen Krieg viele Aufzeichnungen verbrannt worden und ich hoffe immer wieder, neue Ahnenforscher zu treffen, die mir helfen können.

So wie im Falle des Nachnamens meiner Großmutter. Meine Oma ist eine geborene Diefenbach, ein Nachnamen, der bei uns in Breckenheim zu Hause ist. Es gab viele Diefenbach, leider ist er hier so gut wie ausgestorben.

Dank meiner intensiven Forschungen stieß ich auf das Familienbuch Nordenstadt und kontaktierte den Verfasser. Auch seine Oma ist eine geborene Diefenbach und er konnte mir sagen, woher die Diefenbachs kamen und dass 1722 ein Ahn nach Breckenheim gezogen ist. Ich selbst konnte bis 1773 meine Linie zurückverfolgen und durch einen Besuch im Kirchen-Landesarchiv fand ich die wichtige Verknüpfung und somit kann ich meine Ahnenreihe bis 1528 zurückverfolgen. Meine Linie stammt aus Nastätten, von einem Gastwirt ab. Sein Sohn war Pfarrer und zog in die weite Welt hinaus. Ok, weiter wie Bad Dürkheim, wo er starb, ist er nicht gekommen, aber immerhin. Das sind zu Fuss 131 km und er ging diesen nicht auf direktem Wege.

Stolz bin ich, das ein direkter Ahn von Beruf her Kanzelmacher war und eine Kanzel von ihm noch immer in der evangelischen Kirche in Eppstein zu bewundern ist. Seine direkte Linie (dem Nachnamen nach) hat sie sogar vor wenigen Jahren restauriert. Eventuell sollte ich diese einmal kontaktieren, vielleicht gibt es hier ja einen Stammbaum.

Denn ehrlich gesagt interessieren mich zwei Dinge.

  1. Was und wieviele Nachkommen hat der Gastwirt Johannes Diefenbach aus Nastätten, dessen Sohn Friedrich war und nach Eppstein, Kelsterbach etc ging.
  2. Woher kommen meine Vorfahren? Welche Wege gingen sie, welcher Umstand war es, der sie dazu veranlasste, ihr Dorf zu verlassen? und woher stammen die pechschwarzen Haare meiner Oma (wobei wir hier wieder bei den Ungarn sind).
  3. Wer sieht wem ähnlich? Die Tochter meiner Cousine z.B. sieht einer sehr entfernten Cousine (wir haben denselben ur-urgroßvater). habe ich vielleicht auch so eine entfernte Cousine, die mir ähnlich sieht? Wenn ja, wo ist sie? Jeder Mensch hat einen Anomalie – meine ist mein Daumen (Brachydaktylie ), der eindeutig aus der Reihe meiner Großmutter stammt, aber wer aus der langen Ahnenreihe hat ich auch?

Sollte hier nun jemand auf meinen Blog stoßen, der ebenfalls nach den Dief(f)enbachs sucht, die aus Nastätten stammen, Herzlich Willkommen, wir sind verwandt (wenn die Queen mit Jedem verwandt ist, der die gleiche 12xur-Oma hat, dann kann ich das auch).

Gibt es noch einige Verrückte, die wissen wollen wie das so mit der Familie ist?

Wenn ja, ich suche

  • Diefenbach mit dem Ur-Ahn Johannes, einem Gastwirt aus Nastääten
  • Mollath, aus Kelkheim -Münster, der Ahn Daniel kam aus Frankreich
  • Schröder, leider weiß ich nur, dass wir in Wallau, Breckenheim und sogar in Biebrich vertreten sind (Wiesbaden und Hofheim)
  • Heuser aus (Hochheim)-Massenheim und ursprünglich aus Oberfischbach
  • Stein aus (Wiesbaden)-Breckenheim
  • Becker, die aus (Wiesbaden)-Breckenheim nach (Hochheim)-Massenheim zogen

Bisher habe ich alle in den Standesämtern der dazugehörigen Orte durchstöbert, nun muss ich die Kirchenbücher erforschen

Ganz oben auf der Liste -> Adam Schröder, Gastwirt in Breckenheim. Wo kam er her? hatte er  noch mehr Kinder?

Ihr seht, mir wird nie langweilig, auch wenn dieses Thema für einige Menschen alles andere als interessant ist.

 

PS: die Österreicher erforsche ich auch noch, hier treffe ich hoffentlich noch in diesem Jahr einen Forscher aus Kärnten

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2 Gedanken zu “Neues aus der Ahnenforschung

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