Schloss Braunfels und die Oper

Oje, das war was letzten Samstag.

Ich hatte durch einen Zufall die letzte Karte für die Oper versprochen bekommen, man schrieb mich an, ich könnte sie an der Kasse abholen. Il Trovatore auf dem Schloss Braunfels, ein Traum und ich darf die letzte Karte haben. Was für ein Highlight.

Da ich tagsüber für den Staatsanwalt gedreht habe, wurde es zeitlich sehr knapp, ich fahr ca 1h von mir aus nach Braunfels (hatte dieses Jahr bereits darüber berichtet) und da ich ein gerngesehener, zuverlässiger Komparse bin, durfte ich früher das Set verlassen – ich war richtig beseelt.

Kaum in Braunfels angekommen, traf ich auf einen netten Stadtpolizisten, der mich warnte, dass gleich abgeschleppt werden würde und mir einen sicheren Parkplatz verriet. Irgendwie taten mir die Braunfelser schon leid, so voll wie es in der Stadt war, aber so oft wird ja nicht aufgeführt.

Endlich an der Kasse angelangt, war die Enttäuschung gross. Derjenige, der mir die Karte zugesagt hatte (ein Mitglied der Orgagruppe) verspricht öfter mal etwas und hält es nicht und wenn nicht tatsächlich jemand krank geworden wäre, hätte ich unverrichteter Dinge wieder fahren können. Sowas kann nicht leiden – das macht man nicht und spricht nicht für die Organisation. Die ganze Vorfreude war futsch.

Ihr müsst Euch das vorstellen, ich fahre wie beseelt nach Braunfels, weil mir die Produktion früher frei gibt, man mir die Möglichkeit angeboten hat, selbst bei ausverkauftem Publikum mir eine Karte zu geben und dann hör ich an der Kasse, dass dieser Herr das so oft macht. Etwas verspricht, was er nicht halten kann. Ich bin menschlich so enttäuscht, wie kann man einem Menschen etwas versprechen, was man dann nicht einhält. Ans Handy ist er auch nicht gegangen und zurückgerufen hat er bis heute nicht. So eine Frechheit. Das ist unprofessionell und mit Unprofessionalität kann ich nicht umgehen

Dafür wurde ich persönlich zu meinem Platz gewiesen, keine Ahnung, was die Sitznachbarn dachten, wer ich bin, denn sonst wurde niemand zu meinem Platz geführt *hihihi* das fand ich wenigstens lustig

Die Veranstaltung war wie immer hervorragend, die Künstler können nichts für den unprofessionellen Background, die Aufführung wie immer wunderschön, ich war richtig traurig, dass der Abend  dann doch irgendwann zu Ende ging.

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Bei solchen Freilichtaufführungen kommt man übrigens immer ins Gespräch mit anderen Gästen, was mir im Theater eher selten passiert. Obwohl ich Jemand bin, der  mit Jedem redet.

Einziger Wermutstropfen: ich war mit einer ehemaligen Kollegin vor Ort verabredet, aber ich hab sie nicht gefunden.  Dadurch, dass ich  die Karten so knapp bekommen habe, hatte sie vergessen, mir ihren Sitzplatz mitzuteilen. Sie ist eine ältere Dame, mit der ich vor 15 Jahre einmal zusammengearbeitet habe – und nun sind wir im Kloster Eberbach verabredet, mal sehen, ob wir uns da finden, denn dort wird sehr voll werden.

 

Ja es geht weiter. Kultur ist wichtig  und Musik ist für mich die schönste Form der Kultur und dann noch in alten Gemäuern – die perfekte Kombination von Beidem

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