Foodsharing

oodsharing ist ja an sich ne gute Sache, man teilt sich essen, damit es nicht wegworfen wird.

ich hatte lange Zeit zu Kontakt zu jemandem, der aktiv Foodsharing betrieben hat, aber mir wurde es wirklich zuviel, dass diese Dame ständig und überall nachfragte, ob man übrig gebliebene abends nach Ladenschluss abholen könne. Es würde Essen gerettet.

kann ja sein, dass zuviel Essen weggeworfen wird und da bin ich auch die Erste, die dagegen ist, aus vielerlei Gründen, aber warum muss man Menschen die Möglichkeit nehmen, Lebensmittel kurz vor Ablauf günstiger zu erstehen oder Vortagsbrötchen zu kaufen? ich will nichts geschenkt bekommen, ich will für meinen Lebensunterhalt selbst zahlen, aber heutzutage habe ich immer mehr das Gefühl, dass es darum geht, dass man Dinge umsonst bekommt.

  1. man fragt in fb-Gruppen nach, ob jemand Lust auf dieses und jenes hat, denn man hat zuviel gekocht. Das ist  nichts Neues und früher nannte man das sogar Resteessen. Aber wer möchte schon das Wort Resteessen nutzen, denn das hat ja was Negatives.  Nicht für mich, bei mir wurde nach nie Essen wegworfen, auch nicht jn meiner Sjnglewohnung, wenn etwas übrig bleibt, dann wird es eingefroren  oder am nächsten Tag gegessen. das finde ich auch absolut in ordnung, auch wenn ich nicht verstehe, warum man zuviel kocht 0der einkauft. ich weiss auch, wann vch in Urlaub fahre, und habe nie frisches im Kühlschrank bevor ich wegwerfe, sondern nur Lebensmittel, die haltbar sind – da kann ich der meist sehr jungen Foodsharinggemeinde nur einen Rat geben – lernt organisieren, dann geht auch nichts kaputt – denn Eure Eltern und Grosseltern haben auch nix weggeworfen, die wussten wie es funktionert
  2. Dann gibt es ja noch die Form der “wir retten Lebensmittel vor dem Verfall” und holen es im Supermarkt / beim Bäcker ab, bevor diese sie wegwerfen – eigentlich nicht schlecht, aber Tatsache ist, dass sich dadurch die Vortagsprodukte bzw reduzierten Produkte in den Märkten/ Bäckereien verringert haben. Sehr schade, gerade Rentner, die nicht viel Geld haben, aber gerne für ihr Essen zahlen, haben nun weniger Möglichkeit, günstiger an Produkte zu bekommen. Ja, es gibt Menschen, die gerne für ihr Essen zahlen und da kommen wir zu Punkt
  3. oft sehe ich, dass in fb-Grupppen Obst und Gemüse vom Bauern angeboten werden, zur Kürbiszeit auch noch bevor die Erntezeit vorbei ist, und ich kenne keinen Bauern, der Kürbisse umsonst hergibt, denn das ist sein Geschäft, sein Lohn für harte Arbeit. kenne auch keinen, der Obst aus Angst verschenkt, es könnte kaputt gehen, nein, oft hat der gute Bauer eine fleissige Frau zu Hause, die das Obst verwertet, Marmelade kocht, einmacht etc und im Hofladen verkauft, bei einem guten Bauern geht nichts kaputt, auch nicht nach dem Wochenmarkt. Man nimmt es wieder mit nach Hause und verkauft es da
  4. es gibt ganze Plattformen, auf denen freie Obstbäume angeboten werden. obstbäume die zwar keinem gehören, aber die trotzdem zu Gemeinden gehören und wo sich gerne Gemeindemitglieder etwas pflücken und seit Neuestem sind diese Bäume leer, von Fremden gepflückt, die behaupten, dass dieses obst ja sonst kaputt gehen würde. Neun es geht njchts kaputt, denn jeder herrenlose Baum ist bekannt und da gibt es genug Menschen aus der nähren Umgebung, die sich das Obst holen, seit Jahrzehnten. Da muss man nicht km-weit anfahren!
  5. das Nicht-genormte Gemüse wird ja so oder so nicht verkauft, also kann man das gar nicht retten, aber vielleicht sollte man hier mal anfangen, dass es endlich im Supermarkt zu kaufen gibt, denn es stört niemanden, wie es aussieht. ist aber auch ein Produkt aus der Neuzeit, als ich klein war, gab es keine genormtem  Kartoffeln

Ja es gibt Produkte, die zu früh weggeworfen werden, weil sie gesetzlich nicht mehr verkauft werden dürfen und dann ist Foodsharing sicherlich eine Gute Sache, aber ich sehe der Sache sehr skeptisch entgegen, denn aus sehr langer Beobachtung sind ausser den Idealisten leider auch sehr viele Menschen dabei, die einfach nur sparen wollen (nicht müssen). Das tut unserer Wirtschaft nicht  gut, denn das hat zur Folge, dass weniger gekauft wird, mehr übrig bleibt und somit wiederum mehr weggeworfen wird 

Ja wir müssen darauf achten, dass weniger Lebensmittel weggeworfen werden.

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