Plastiktragetüten – die Spitze des Eisberges

Liebe Leser

das Thema Plastiktüten ist ja allgemein bekannt, es werden wieder 0,20€ – 0,30€ dafür genommen, damit der Kunde sparsamer damit umgeht, was ja nichts Neues ist. Ich bin dafür, dass man Sparsamer mit den Plastiktüten umgeht, aber rein die Tüten, die man an der Kasse bekommt, sind ja nicht das Problem.

Ich habe in den letzten 3 Jahre, wenn es hochkommt, ca 10 Plastikeinkaufstüten benutzt. Das ist nicht viel.

Die Masse in meiner Mülltonne sind jedoch die Tüten, mit der der Onlineversand arbeitet. Jede Socke ist einzeln eingepackt, jeder Tshirt, das zurückgesendet wird, wird ausgepackt und neu eingepackt. Täglich werden so Unmengen an Plastiktüten, die genauso wie Plastiktragetaschen, weggeworfen. Ich weiß das deshalb so genau, da ich, um nicht Hartz IV anmelden zu müssen, eine Zeitlang als Kommissionier in einem Onlineshop im Lager gearbeitet habe  und dort auch regelmäßig in der Retoure eingesetzt war.  Da kamen täglich säckeweise blaue Mülltüten mit nur durchsichtigen Plastiktüten zusammen, ich schätze, pro Arbeitsplatz 1-2 Tüten am Tag. Rechnet man das einmal auf einen Monat hoch (Samstags wurde ebenfalls gearbeitet), dann sind wir bei ca 2000 – 2500 blauen Säcken, vollgestopft mit kleinen Plastiktüten. Zwar kamen die in eine Müllpresse, aber es gehen ja sicherlich  20x mehr raus, als wieder retour kommen und diese kommen nicht in eine Müllpresse.

Aber nicht nur hier werden Plastiktüten – fast jedes Produkt ist noch einmal in einer Plastiktüte, meine Waage war super eingepackt + Plastiktüte, mein Herd war in einer riesigen Plastikumhüllung, auch mein Kühlschrank war ähnlich verpackt. Wie die meisten Produkte, die ich testen darf, verpackt sind, könnt Ihr Euch vorstellen, auch da ist vieles mit einer Plastiktüte umhüllt, die nicht verschweißt ist und daher genauso Staub sich absetzen könnte, wie wenn man keine Tüte nutzen würde, dies kann folglich nicht der Grund sein

Auch wenn man wahrscheinlich nicht alle Produkte vom kleinen oder großen Plastiktüten verpacken kann, so kann man auch hier sicherlich sparen und die Welt vom Müll befreien. Hunkemöller verpacken wenigstens die Wäsche, die man online bestellt, in Seidenpapier und nicht in Plastik – leider weiß man ja vorher nicht, wer wie verpackt, aber eigentlich sollte man sich eine Liste machen, wer Plastiktüten nutzt und diesen Onlineanbieter vermeiden.

Denn Plastiktüten sparen fängt zwar bei den Tragetaschen an, hört aber noch lange nicht bei diesen auf, sie sind nur die Spitze des Eisberges

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